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„Unsere Hilfe macht einen wichtigen Unterschied für diese Frauen“, berichtet Opportunity-Projektkoordinatorin Kristin Weidner

10. Oktober 2017

´ Opportunity-Projektkoordinatorin Kristin Weidner (Mitte) mit zwei Reisbäuerinnen aus unserem Hilfsprojekt in Ghana.

Was hat dich auf deiner Projektreise in unser Reisbäuerinnen-Projekt in Ghana am meisten beeindruckt?

Mich hat bei meiner jetzigen Reise vor allem beeindruckt, wie verändert die Reisbäuerinnen seit meinem letzten Besuch in 2016 waren. Sie wirkten bei meinem jetzigen Besuch viel offener, zufriedener und selbstbewusster. Sie haben auch viel gelacht – das war im letzten Jahr nicht so. Eine Reisbäuerin wirkte sogar jünger als früher, sie war richtig aufgeblüht. Auch ihren Gemeindemitgliedern war das schon aufgefallen, wie sie mir sagten. Das war wirklich bewegend. Vor allem, weil diese Bäuerin erst Mitte 2016 an unserem Hilfsprojekt teilgenommen hat. In so kurzer Zeit hat sich schon so viel getan.


Kannst du ganz kurz für unsere Spender den Kern unseres Hilfsprojektes zusammenfassen?

Mit dem Projekt unterstützen wir speziell Kleinbäuerinnen, die im Reisanbau tätig sind. Sie erhalten Zugang zu finanziellen Mitteln wie Kleinkrediten in Form von Saatgut, Dünger oder Arbeitsgeräten. Außerdem helfen ihnen Schulungen zu landwirtschaftlichen Anbaumethoden, ihre Ernten zu erhöhen. Unser lokaler Partner vor Ort, Sinapi Aba Trust, hilft den Reisbäuerinnen auch beim Absatz der Reisernten. Sinapi knüpft Kontakte zu lokalen Reisabnehmern, die die Ernten zu fairen Preisen kaufen. Mit dem Erlös werden die Kredite zurückgezahlt. Nach erfolgreicher Rückzahlung steht es den Frauen frei, für die nächste Anbauphase einen weiteren Kredit in Anspruch zu nehmen.

Was soll unser Hilfsprojekt für die Frauen und ihre Familien verändern?

Mit Hilfe unseres Projekts sollen die Frauen ihren Reisanbau optimieren und ihre Ernteerträge und somit ihr Einkommen steigern. Durch ein erhöhtes Einkommen sollen die Frauen in die Lage versetzt werden, besser für sich und ihre Kinder sorgen zu können – die Kinder sollen möglichst in die Schule gehen können, trotz der Kosten für die Schulmaterialien, des Essensgeldes oder der Fahrtkosten zu den oft weit entfernten Schulen. Nach ein bis zwei Anbauphasen mit unserer Unterstützung sind einige Frauen bereits in der Lage, ihre Felder zu vergrößern und somit zusätzlich Erträge zu erwirtschaften. Das Projekt fördert gezielt Frauen in der Landwirtschaft und gleicht so ihre Benachteiligung in den männlich geprägten Bauernverbänden aus.

Welche Fortschritte machen die Frauen, was hat sich schon verbessert durch unsere Hilfe?

Die meisten Frauen konnten ihre Ernten verdoppeln! Ermöglicht wurde dies, nach meiner Einschätzung, durch das Zusammenspiel finanzieller Unterstützung und der Vermittlung ertragssteigernder Anbaumethoden. Die Verlinkung zu neuen Abnehmern gab den Frauen die Sicherheit ihre Ernten zu fairen Preisen verkaufen zu können. Die Frauen zeigten sich selbstbewusster als früher und sind sehr stolz auf das Erreichte. Viele berichteten mir auch, dass sie ihre Familien besser versorgen können und sie zuversichtlicher in ihre Zukunft schauen. All das sind große Fortschritte. Unsere Hilfe macht einen wichtigen Unterschied für diese Frauen!

„Die meisten Reisbäuerinnen konnten ihre Ernten verdoppeln!“

Gibt es Herausforderungen, die die Reisbäuerinnen bzw. unser Hilfsprojekt zu meistern haben?

Es gibt für die Frauen noch einige Herausforderungen zu bewältigen, vor allem bei der Ernte. Maschinelle Ernte- und Dreschmethoden würden die Frauen sehr unterstützen und ihre Ernten zudem noch weiter erhöhen. Vielen bleibt der Zugang dazu jedoch noch verschlossen und sie müssen sich mit den manuellen Erntemethoden behelfen – welche sehr beschwerlich sind und zudem Verluste bei der Ernte bedeuten. Gemeinsam mit unserem Partner Sinapi werden wir versuchen, den Frauen mittelfristig diesen Zugang zu erschließen.