So wird ein Schuh draus...
Irene Erwig hat sich dieses Jahr eine spannende Weihnachtsaktion ausgedacht: Sie spendet zehn Euro pro verkauftem Paar Schuhe an Opportunity International.
"Himmlisch, man geht wie auf Wolken!". Friedhelm Ulrich ist sichtlich begeistert und entschließt sich nach ausgiebiger Anprobe zum Kauf eines Paares hochwertiger Schuhe.
Was er zu diesem Zeitpunkt noch nicht weiß: Er unterstützt damit gleichzeitig einen guten Zweck, denn Irene Erwig, Inhaberin des Mephisto-Schuhgeschäftes in der Bielefelder Altstadt, engagiert sich für Opportunity International.
Zehn Euro fließen pro verkauftem Paar Schuhe direkt in die Mikrofinanzarbeit-Arbeit. Eine Aktion, die Irene Erwig aus Überzeugung in der Vorweihnachtszeit durchführt.
„Ich weiß, was es bedeutet, bei Null anzufangen und wie schwer es ist, sich eine eigene Existenz aufzubauen. An der Arbeit von Opportunity International finde ich besonders gut, dass Frauen in armen Ländern unterstützt werden, die ohne Mikrokredite nie die Chance hätten, sich ein neues Leben aufzubauen", erklärt sie den Grund ihres Engagements.
Sie selbst hat von Kindesbeinen auf gelernt, wie wichtig es ist, sich gegenseitig zu unterstützen. Daher engagiert sie sich bereits seit Jahren für unterschiedliche gemeinnützige Projekte. Auf die Arbeit von Opportunity stieß sie über Zeitungsberichte, das Konzept überzeugte sie. Bestärkt wurde sie durch den Friedensnobelpreis für Muhammad Yunus im Jahre 2006, der das Konzept der Mikrofinanzierung mitbegründete.
„Möchten sie vielleicht wissen, wofür zehn Euro gespendet werden?", fragt sie Friedhelm Ulrich, nachdem er sein neues Paar Schuhe erworben hat.
„Da ist schon was dran", meint Ulrich dann auch nach einem kurzen Gespräch, „ich werde mir das mal im Internet ansehen." Von Mikrofinanzierung hat er schon einmal gehört, konnte sich aber bisher nicht viel darunter vorstellen. Nun weiß er mehr.
„Möchten Sie noch ein Päckchen selbstgebackene Kekse?", fragt Irene Erwig noch freundlich, bevor ihr Kunde sich verabschiedet.










