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Freundeskreis Weser-Ems für ein besseres Leben in Ghana

Anfang 2007 bildeten der Ex-Banker Jochen Ewald, der Jeveraner Kaufmann und IHK-Präsident Dr. Karl Harms und der jeversche Pastor Rüdiger Möllenberg den „Freundeskreis Weser-Ems" mit dem Ziel 100.000 Euro zu sammeln, die Opportunity Internationals Projekt „Kleinkredite für starke Frauen in Ghanas Volta-Region" zugute kommen sollten.

Freundeskreis Weser-Ems und OID
Der "Freundeskreis Weser-Ems" nimmt den Projektbericht von
Oppor tunity International entgegen. Von links: Stefan Knüppel,
Jochen Ewald, Anke Luckja, Rüdiger Möllenberg und Dr. Karl Harms

Bei solch eindrucksvollem Engagement ließ es sich Opportunity-Vorstand Stefan Knüppel natürlich nicht nehmen, den Freunden persönlich zu danken: „Vom Freundeskreis Weser-Ems ist eine Initialzündung für unsere Arbeit in ganz Deutschland ausgegangen. Der Freundeskreis hat vorbildhaften Charakter", fasste er bei seinem Besuch in Jever zusammen. Insgesamt konnten 48 Trustbanks mit 344 Frauen und 210 Männern unterstützt werden. Das bedeutet, dass 2.770 Menschen der Weg in ein besseres Leben bereitet wurde, da davon auszugehen ist, dass ein Klient im Schnitt fünf Familienmitglieder versorgt.

Andere Städte folgten bereits dem Beispiel des Freundeskreises: Bei der Weihnachtsaktion der Nordwestzeitung „Ghanas Kinder brauchen starke Eltern" spendeten die Leserinnen und Leser beeindruckende 140.000 Euro, die ebenfalls die Menschen der Volta-Region unterstützen. „Insgesamt können wir mit dem Verlauf dieses Projektes sehr zufrieden sein", lautet Stefan Knüppels Fazit.

Ghanas Wirtschaft hat gegenwärtig mit einer Inflationsrate von 20 Prozent und den Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise zu kämpfen. Die zurückgehenden Handelsaktivitäten erschwerten einigen Kreditnehmerinnen und -nehmern die Rückzahlung ihrer Darlehen. Mithilfe zusätzlicher Schulungen und Unterstützung durch die ausgebildeten Kreditbetreuer konnten die meisten Geschäfte aber wieder zum Laufen gebracht werden.

Bereits im März 2008 hat sich der Freundeskreis Weser-Ems auf einer Reise durch Ghana ein Bild von der Situation vor Ort gemacht. Ein weiterer Besuch ist für kommenden März geplant. Diesmal ist das Ziel der Norden Ghanas, der im Vergleich zur Volta-Region deutlich weniger entwickelt ist. „Da erlebt man noch mal eine ganz andere Stufe von Armut", berichtet Opportunity-Projektkoordinatorin Anke Luckja.

So soll nach der Unterstützung von Handelsaktivitäten Landwirtschaftsförderung im wenig erschlossenen Norden der neue Schwerpunkt der Freunde werden. „Wir müssen zum Helfen dahin gehen, wo sonst keiner hingeht", betonte Stefan Knüppel. Der Freundeskreis Weser Ems freut sich auf die neue Herausforderung: „Mir hat das Bild von den Graswurzel-Krediten immer besonders gut gefallen", sagt Initiator Jochen Ewald.

Zum Presseartikel Jeversches Wochenblatt

Zum Presseartikel NWZ